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Mehr finanzielle Hilfe bei Kinderwunsch - Antragsformulare herunterladen

Liebes Kinderwunschpaar,

ungewollt kinderlose Ehepaare können bei der Finanzierung von Maßnahmen  der assistierten Reproduktion eine Unterstützung aus Bundes- und  Landesmitteln erhalten.

Die Richtlinie sieht vor, dass Bund und Land neben der 50%igen  Kostenübernahme durch die Krankenkassen gemeinsam bis zu 50% des den  Paaren nach Abrechnung der gesetz-lichen (GKV) oder privaten  Krankenkasse (PKV) sowie ggf. der Beihilfestelle verbleibenden  Eigenanteils übernehmen.

Der Eigenanteil betroffener Paare wird somit um die Hälfte reduziert.

Abhängig von der Behandlungsmethode werden Zuwendungen bis zur Höhe von 800,00 € (IVF-Behandlung) bzw. 900,00 € (ICSI-Behandlung) gewährt. Diese  Höchstsätze gelten jeweils für den 1. - 3. Behandlungszyklus.

Die Höchstsätze für einen vierten Behandlungsversuch, hier erfolgt  keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung,  betragen 1.600,00€ (IVF-Behandlung) und 1.800,00 € (ICSI-Behandlung).

Bund und Land übernehmen auch hier gemeinsam bis zu 50% des den Paaren  nach Abrechnung der privaten Krankenkasse sowie ggf. der Beihilfe-stelle  verbleibenden Eigenanteils.

Jeder Behandlungsversuch ist gesondert zu beantragen.

Die Zuwendung kann gewährt werden, wenn die Eheleute Ihren  Hauptwohnsitz in Nieder-sachsen haben und wenn das Alter der Frau  zwischen dem vollendeten 25. und dem vollendeten 40. Lebensjahr und das  Alter des Mannes zwischen dem vollendeten 25. und dem vollendeten 50. Lebensjahr liegt. Die Behandlung muss in einer Reproduktions-einrichtung  in Niedersachsen erfolgen.

Vor der Behandlung muss eine Beratung über die medizinischen,  psychischen und sozialen Aspekte der künstlichen Befruchtung durch einen  Arzt erfolgt sein, der die Behandlung nicht selbst durchführt.

Bitte beachten Sie unbedingt den folgenden Hinweis:

Die Maßnahme ist zuwendungsfähig, wenn mit der Behandlung des  jeweiligen förderfähigen Behandlungszyklus noch nicht begonnen worden  ist. Die Erstellung des Behandlungsplans sowie die  Kostenübernahmeerklärung der GKV, der Beihilfe oder der PKV gelten dabei  im Sinne dieser Richtlinie nicht als Maßnahmebeginn. Maßnahmebeginn ist  der Abschluss des Behandlungsvertrags oder die Abgabe einer  Patientenerklärung zwischen der Ärztin oder dem Arzt und der Patientin  oder dem Patienten für den jeweiligen Behandlungszyklus. Erst wenn den  Antragstellern der Bewilligungsbescheid über die Gewährung der Zuwendung  zugestellt wurde, kann mit der Behandlung begonnen werden.

 Folgender zeitlicher Ablauf ist demnach zu beachten:

  • Erstellung des Behandlungsplans (mit Kostenaufstellung) durch den  behandelnden Arzt.

  • Einholung der Kostenübernahmeerklärung durch die jeweilige  Krankenversicherung und/oder Beihilfestelle.

 • Behandlungsplan, Kostenübernahmeerklärung sowie den Antrag mit den  dazu gehörigen weiteren Unterlagen (laut Antragsformular) an die unten  genannte Adresse senden.

  • Bescheid des Landesamtes abwarten.

 • Erst wenn ein positiver Bescheid (Bewilligungsbescheid) über die  Gewährung der Zuwen-dung zugegangen ist, kann mit der ärztlichen  Behandlung begonnen werden.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Änderungen und Aktualisierungen vorbehalten.

Mit besten Grüßen, wir freuen uns sehr für Sie, dass das Land diese lang ersehnte Unterstützung für Kinderwunsch-Paare jetzt bietet.

gyn-medicum
Zentrum für Kinderwunsch
Dr. med. Monica Tobler

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