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Spezialsprechstunden

reisfelder_und_huetten_02_tobler_fotoIn den Spezialsprechstunden unserer Praxis bieten wir Ihnen unsere Hilfe bei hormonellen Störungen an:
Das Leistungsspektrum umfasst folgende Störungen und Erkrankungen:

PCOS

Das Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCOS) ist eine Erkrankung, bei der die Eierstöcke Eizellen gar nicht mehr oder nur noch sporadisch freisetzen und unzureichende Hormonspiegel produzieren. PCOS wird auch als Stein-Leventhal-Syndrom bezeichnet. Frauen mit PCOS haben geringfügig vergrößerte Ovarien mit vielen kleinen Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Gewebe).

Im Allgemeinen produzieren Frauen mit einem PCOS zu viel Insulin, was dazu führt, dass übermäßig viele Androgene produziert werden. Durch diese hormonelle Störung können die Eizellen nicht heranreifen, wodurch kein Eisprung stattfindet. Die nicht herangereifte Eizelle wird zersetzt, das Eibläschen kann sich jedoch mit Flüssigkeit füllen, wodurch Zysten erstehen. Dieses Bild ist charakteristisch für die Eierstöcke von Frauen mit einem PCOS.

Endometriose

Die Schleimhaut der Gebärmutter wird als Endometrium bezeichnet. Diese Schleimhaut wird einmal im Monat vom Körper abgestoßen (Menstruationsblutung), wenn keine Schwangerschaft eingetreten ist. In manchen Fällen befindet sich Endometriumgewebe auch außerhalb der Gebärmutter. Abhängig von der Stelle, an der sich diese Endometrioseherde befinden, kann dies zu verschiedenen Beschwerden führen und Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Eine Deformierung der anatomischen Verhältnisse durch die Endometriose kann die Eileiter blockieren und die Spermien somit daran hindern, die weibliche Eizelle zu erreichen und zu befruchten. Manchen Theorien zufolge kann Endometriose Substanzen abgeben, die eine relativ toxische Wirkung haben und die Fruchtbarkeit mindern können.

Habituelle Aborte

Wenn eine Frau drei oder mehr aufeinander folgende Fehlgeburten hatte, spricht man von einem habituellen Abort oder einer wiederholten Fehlgeburt. Dies kommt bei 0,5-1 % der schwangeren Frauen vor. Genau wie bei einer einmaligen Fehlgeburt ist die Ursache von wiederholten Fehlgeburten in den meisten Fällen eine Anlagestörung, die bei der Befruchtung entstanden ist. Der Embryo wächst in diesem Fall nicht weiter und wird vom Körper der Frau abgestoßen. Warum dies bei der einen Frau häufiger vorkommt als bei der anderen, ist nicht bekannt. Wenn es sich um einen habituellen Abort handelt, wird die Möglichkeit der Durchführung einer näheren Untersuchung besprochen werden. Bei diesen Frauen ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine zugrunde liegende Ursache gefunden wird, leicht erhöht, dennoch wird nur bei ungefähr 15 % der Paare eine Ursache für die wiederholten Fehlgeburten gefunden. Bevor Sie sich für die Durchführung einer näheren Untersuchung entscheiden, sollten Sie dies im Hinterkopf behalten und sich darüber hinaus vor Augen führen, dass selbst wenn eine Ursache gefunden wird, diese in vielen Fällen nicht zu behandeln ist. Die nähere Untersuchung auf die Ursache umfasst in der Regel eine Untersuchung auf Chromosomenanomalien, eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke sowie eine Blutuntersuchung. Mehrlingsschwangerschaft, fortgeschrittenes Lebensalter der Frau sowie ihr allgemeiner gesundheitlicher Zustand (wobei Nikotin- und Alkoholkonsum sowie Umweltfaktoren eine Rolle spielen können) können Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer Fehlgeburt haben.

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